Regenbogen

Es gibt einen Ort, der Regenbogenbrücke genannt wird. Dieser verbindet die Erde und den Himmel. Verlässt uns ein geliebtes Tier, geht es an diesen ganz besonderen, wunderschönen und friedlichen Ort. Dort gibt es grüne Wiesen und Hügel für all unsere geliebten Freunde. Dort spielen und toben sie zusammen. Es gibt reichlich zu essen und zu trinken. Die Sonne scheint, und es ist angenehm warm.

All die kranken, verstümmelten, verletzten oder alten Tiere sind wieder jung, gesund und stark, gerade so, wie wir uns an sie in unseren Träumen von vergangen Tagen erinnern. Sie sind fröhlich und zufrieden, bis auf eine kleine Sache: Jedes vermisst jemanden ganz Besonderen, der nicht bei ihm ist.

Alle rennen und spielen zusammen. Aber es kommt ein Tag, an dem eines plötzlich innehält und in die Ferne schaut. Sein Körper bebt. Es löst sich von der Gruppe. Es fängt an zu laufen. Seine Beine tragen es schneller und schneller.

Dein Freund hat dich entdeckt, und wenn ihr euch endlich wiedertrefft, seid ihr glücklich vereint, um niemals wieder getrennt zu werden. Glückliche Küsse bedecken Dein Gesicht, deine Hände streichen über den geliebten Kopf deines Tieres. Du siehst wieder und wieder in die treuen Augen deines Freundes, der so lange aus deinem Leben, aber nie aus deinem Herzen, verschwunden war.

Gemeinsam überquert ihr nun die Regenbogenbrücke.

Autor:  Paul C. Dahm in seinem Buch „The Rainbow Bridge“ von 1997

 

Testament eines Wellis

Wenn Menschen sterben,
machen sie ein Testament,
um ihr Heim und alles,
was sie haben, denen zu hinterlassen,
die sie lieben.

Ich würde auch solch ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Welli
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, die schöne Badeschale,
mein geliebte Schaukel, mein Spielzeug,
meine lieben Freunde, die liebevolle Stimme der Federlosen,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem
friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten in der liebevollen Hand.

Wenn ich einmal sterbe,
dann sag bitte nicht:
Die Vogelhaltung will ich nun aufgeben,
der Verlust tut viel zu sehr weh!
Such Dir einen einsamen, ungeliebten Welli
und gib ihm meinen Platz.
Das ist mein Erbe.

Dieses Testament wurde ursprünglich von Margret Trowton für eine Katze geschrieben. Es gibt so viele arme Seelen, die dringend ein Zuhause brauchen. Ob Vögelchen, Katzen, Hunde und viele andere Haustiere: sie alle haben ein schönes und liebevolles Zuhause verdient.